Eine beträchtliche Flexibilität des monolithischen Linux-Kernels wird durch dessen Kernel-Module gewährleistet. Unter Einsatz von Kernel-Modulen können im laufenden Betrieb des Kernels notwendige Systemfunktionen oder Treiber nachgeladen, neu geladen und auch wieder entladen, besser gesagt aus dem Kernel entfernt werden.

Inhaltsübersicht

Verzeichnis Kernel-Module

Der Befehl cd (engl. change directory) wechselt in das Verzeichnis modules (Fedora, Red Hat) /lib/modules/5.7.17-200.fc32.x86_64 und ls (list) zeigt den Inhalt des Verzeichnisses an.

Anzeige der Kernel-Module

Die Befehle kmod list sowie lsmod liefern eine Liste der Module, welche aktuell in den Kernel geladen sind. Diese Informationen werden aus der virtuellen Datei /proc/modules bezogen und strukturiert dargestellt. Bei beiden Befehlen erfolgt die identische Ausgabe. Aufgrund der Größe werden im Folgenden nur Auszüge dargestellt.

lsmod-Befehl

Erläuterung der Ausgabe
  • cryptd – Name des Moduls
  • 24576 – Speichergröße des Moduls in Bytes
  • 3 – Anzahl der geladenen Instanzen des Moduls, der Wert Null bedeutet Modul ungeladen
  • ablk_helper, ghash_clmulni_intel, aesni_intel – Abhängigkeiten von anderen Modulen

In der modules-Datei aus dem Verzeichnis /proc befinden sich am Ende jeder Zeile noch zusätzliche Informationen, diese sollten nicht unerwähnt bleiben.

  • Live – Ladestatus des Moduls, mögliche Werte sind Live, Loading oder Unloading
  • 0xffffffffc0348000 – Kernel-Speicher-Offset des Moduls, nützliche Information für die Fehlersuche

Mit dem Befehl cat (engl. concatenate oder catenate) wird der Inhalt über die Standardausgabe stdout dargestellt.