Linux

1991 begann der finnische Student Linus Torvalds mit der Entwicklung von Linux. Hierbei handelt es sich um ein stabiles, auffallend schnelles und frei verfügbares Unix-ähnliches Betriebssystem. Genau genommen ist Linux lediglich der Kern des Betriebssystems. Um weitere Programmierer in die Entwicklung des Systems mit einzubeziehen, veröffentlichte Linus Torvalds den Quellcode unter der GNU General Public Licence (GLP). Im Laufe der Zeit haben sehr viele sowie sehr bekannte Unternehmen das wahre Potenzial von Linux erkannt und täglich wächst die Zahl der Anwender.

Inhaltsübersicht

GNU

GNU ist ein rekursives Akronym und bedeutet GNU ist Nicht Unix (engl. GNU’s Not Unix). Der Gründer hinter dem GNU-Projekt (Das GNU-Manifest) ist der bekannte MIT-Programmierer Richard Matthew Stallman (auch rms genannt), welcher schon 1970 in der Abteilung für künstliche Intelligenz am MIT tätig war. Die eigentliche Idee hinter dem GNU-Projekt war, ein Betriebssystem zu entwickeln, welches hundertprozentig frei zugänglich und kompatibel mit Unix sein sollte. Im Januar 1984 begannen Richard Stallman und seine Kollegen mit dem Schreiben eines Unix-ähnlichen Betriebssystems. 1991 fehlte nur noch ein Betriebssystemkern, daher einigte man sich 1992 auf den frisch entwickelten unixoiden Systemkern von Linus Torvalds. Diese Kombination brachte ein vollständiges Betriebssystem mit dem Namen GNU/Linux auf die Welt.

GNU/Linux-Namensstreit

Die Stiftung für freie Software (engl. Free Software Foundation) und die Open Source Initiative sind sich uneins über den Namenszusatz GNU. Wie bereits erwähnt, wird erst durch die Zusammenführung der Software-Komponenten das Betriebssystem GNU/Linux erschaffen. Bedingt durch den digitalen Fortschritt und der wachsenden Verbreitung von Linux, wie es zum Beispiel in Smartphones und Tablets als Android der Fall ist, nimmt der Anteil der GNU-Software-Komponenten immer weiter ab. Einige der neuen Software-Programme unterliegen nicht einmal der GNU General Public License. Daher ist die Open Source Initiative der Ansicht, den Zusatz GNU in diesen Fällen nicht zu nutzen. Das schreibt Linus Torvalds zu diesem Thema.

Linux ist überall

Wie man sicherlich unschwer feststellen kann, wird unsere gesamte Umwelt immer schneller und effizienter automatisiert. Auch wenn viele es nicht vermutet hätten, Linux befindet sich heutzutage in Smartwatches, Smartphones, Smarthomes, Transportsystemen, Lagereinrichtungen, Fabriken, Kraftwerken und Krankenhäusern. Linux ist gekommen, um zu bleiben, und es wächst extrem schnell.

Einsatz im Unternehmen

Linux bietet Multi-User- und Multitasking-Eigenschaften, somit wird das gemeinsame Arbeiten unterschiedlicher Benutzer und die parallele Ausführung von Programmen möglich. Man kann in kurzer Zeit die Büros und Arbeitsplätze eines Unternehmens mit Linux Desktops ausstatten. Verschiedene Programme wie LibreOffice, KeePass für Passwörter, Thunderbird E-Mail-Programm mit OpenPGP Unterstützung und Personal Information Manager, Lightning Kalender als Thunderbird Add-on, Firefox, Skype zur Kommunikation, Nextcloud für den firmeneigenen Server, Okular für PDF etc. stehen zur Verfügung. Für große Unternehmen besteht auch die Möglichkeit, auf vorprogrammierte und kostenpflichtige Softwarelösungen von Linux zurückzugreifen, zwei Beispiele wären hier Red Hat Enterprise Linux und SUSE Enterprise Linux Server.

Digitale Sicherheit und Forensik

Die Linux-Distribution Kali ist nicht nur unter Hackern auf der ganzen Welt ein Begriff, sondern auch bei den IT-Sicherheitsfirmen. Das Betriebssystem kann aus dem Internet mit vielen vorinstallierten Tools heruntergeladen und installiert werden. Kali ist auf Penetrations- und Sicherheitstests sowie digitale Forensik optimiert. Es handelt sich hierbei um ein Open-Source-Projekt, welches von Offensive Security betreut wird. Das Unternehmen bietet das Betriebssystem kostenlos zum Herunterladen, aber auch kostenpflichtige Zertifizierungen an. Die fachgerechte Nutzung von Kali ist besonders bei der Anwendung auf Unternehmen sehr wichtig. Um Probleme sachgemäß zu lösen, wird auf die offizielle Dokumentation hingewiesen.

GNU/Linux auf dem USB-Stick

Es ist heutzutage auch kein großer Aufwand, ein lauffähiges GNU/Linux-Betriebssystem auf einem USB-Stick zu installieren. Dies ermöglicht den Transport einer gesamten Arbeitsumgebung mit all ihren Vorzügen in einer gewöhnlichen Hosentasche. Damit die zur Laufzeit installierten Programme gespeicherten Daten und durchgeführten Einstellungen auf dem mobilen System erhalten bleiben, sollte es sich um eine persistente Installation handeln. Das Betriebssystem auf dem USB-Stick kann dann von jedem gewöhnlichen Computer aus beim Starten des jeweiligen Computers über das Boot-Menü ausgewählt und hochgefahren werden.

Der private Einsatz von Linux

Linux ist für den privaten Einsatz besonders gut geeignet, jeder kann sich ein Linux-System nach eigenen Wünschen zusammenstellen. Im Internet stehen einige beeindruckende Distributionen für den heimischen Einsatz zur Verfügung. Eine Distribution mit hervorragender Grafik, wofür die Betreiber um eine frei wählbare Gebühr bitten, wäre zum Beispiel elementary OS. Wenn es eine kostenpflichtige Zusatz-Software sein soll, viele kommerzielle Software-Hersteller bieten mittlerweile ihre kostenpflichtigen Programme auch für Linux-Systeme an. Doch in der Regel kommt der durchschnittliche Nutzer mit den frei verfügbaren Programmen aus. Wenn Sie einen ersten Eindruck über die Softwarevielfalt von Linux bekommen möchten, dann klicken Sie hier.